

In Oberhundem, im oberen Hundemtal, wird ein ganz feines Bier gebraut - das Hundemer Urquell.
Wie kommt man auf die Idee sein eigenes Bier zu brauen? Ganz einfach: Durst. Nach dem Verzehr diverser Industriebiere wurde außerdem der Entschluss gefasst: ,,Das muss doch besser gehen!“
Der erste Versuch. Wir mussten nix wegkippen!

Die Waschmaschine muß doch hier nich stehen. Wech damit...
Das Projekt wurde im Februar 2012 im Keller gestartet. Mit der Zeit wurde der Waschkeller zum Braukeller umfunktioniert. Die Waschmaschine musste weichen, ein ausgedienter Kochbehälter aus der Großküche wurde zur Würzepfanne und die Standbohrmaschine zur Flaschenabfüllanlage. In solch einer privaten Mikrobrauerei wird der Braukünstler als Craft Brewer, das produzierte Bier folglich als Craft Beer bezeichnet.
Hier und da ein Mäuerchen und ne Fliese, Bottich rein ... fettich is der Braukeller.
Und die Gegendruckflaschenabfüllanlage - war mal ein Bohrständer, ja sicher.

Ein Fläschen Hundemer Urquell - als Präsent immer gern gesehen.
Pro Braudurchgang werden insgesamt 50 Liter gebraut. Unterm Strich werden jedoch zusätzlich 250 Liter Wasser lediglich für säubern, spülen und kühlen verwendet. Es kommen drei Malzsorten und 2 Hopfensorten, sowie Hefe zum Einsatz. Das gute Oberhundemer Quellwasser und der eigene Hopfen aus dem Garten tragen zu dem tollen Ergebnis bei. Die Vorgänge wie Einmaischen, Läutern, Hopfen kochen, Filtern, Hefe einschlagen und Kühlen belaufen sich auf insgesamt knapp sieben Stunden Arbeitsaufwand. Danach kommt die Würze in Gärbehälter für die Hauptgärung, welche eine Woche andauert. Es folgt das Umfüllen in Fässer und eine Nachgärung von vier bis sechs Wochen. Zuletzt wird das Bier für weitere acht Wochen kühl gelagert. Passend zum Oberhundemer Schützenfest, genauer gesagt ein Tag davor beim Fahne aufstellen, findet jedes Jahr die erste Bierprobe statt, wo das Bier frisch aus dem Fass gezapft wird.
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Artikel: WAZ am Sonntag 2018

Das Logo und das Flaschenetikett.
